Schnarchbehandlung mit Laser.

Schnarchen ist sehr weit verbreitet und betrifft vor allem Männer im mittleren und höheren Lebensalter. Rund 45 Prozent der über 65-Jährigen geben nachts laute Atemgeräusche von sich. Obwohl es sich beim Schnarchen um keine Krankheit handelt ist es für die Betroffenen sehr lästig: Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit, allgemeine Leistungsminderung und Kopfschmerzen können die Folgen sein, unter Umständen steht auch eine Schlafapnoe dahinter, die mit gefährlichen Atemaussetzer einhergehen kann.

Beziehungsfreundlich ist das nächtliche Konzert auch nicht gerade, fast jeder Zweite, dessen Partner schnarcht, fühlt sich Nacht für Nacht gestört und verlässt einer Untersuchung zufolge ca. zweimal pro Woche das gemeinsame Schlafzimmer. Atmung kann erleichtert bzw. geräuschloser werden auch durch eine Veränderung der Lebensgewohnheiten, z. B. Gewichtsreduktion, eine andere Schlafposition und je nach Indikation- Zahnschienen oder chirurgische Eingriffe an Nase oder Gaumen.

Eine neue und bislang kaum verbreitete Behandlungsmöglichkeit ist ein spezielles Laserverfahren, das gegen Schnarchen ohne Atemaussetzer hilft und absolut schmerzfrei ist: ein feiner Laserstrahl strafft das Gewebe im Bereich des weichen Gaumens und des Zäpfchens, der Rachenraum wird dadurch geweitet, und die Schnarchgeräusche werden so reduziert bzw. ganz beseitigt.

Alle Patienten, die ohne Begleiterkrankungen schnarchen („primäres Schnarchen“) sind für die Lasertherapie geeignet. Die Erfolgsrate liegt bei ca. 75 % .
Derzeit gibt es nur wenige Ärzte die das entsprechende Lasersystem in ihrer Praxis haben und in der Anwendung geschult sind. Die Behandlung ist schmerzfrei, eine Betäubung ist nicht erforderlich, die Patienten spüren nur ein leichtes Kribbeln und/oder eine leichte Erwärmung.

Drei jeweils 20-minütige Sitzungen sind notwendig um ein positives Ergebnis zu erzielen, Beeinträchtigungen treten nicht auf, die Patienten können sofort wieder essen, trinken und sprechen, es entstehen keine Narben.

Die Lasertherapie wird von den Krankenkassen nicht getragen.